Ihre private Verbindung nutzend, konnte die Leitung des Entdeckertages in Brohl, die Logopädin Frau Karola Kopshoff aus Remagen schnell für einen Projekttag begeistern.

Nachdem in der Vorbereitung die wichtigen Fakten rund um die ‚Stimme‘ von den Entdeckertagskindern eigenständig recherchiert und mit Hilfe der Lehrkraft gegliedert und zusammengefasst worden waren, fühlten sich alle gut vorbereitet und waren sehr gespannt, was auf sie zukommen wird.

Nach einer kurzen Vorstellung von Frau Kopshoff ging es zunächst um die Stimme als Instrument, das insbesondere durch unseren Körper und dessen Hohlräume klingt. Erstaunlich, dass unsere Stimme (durch die einzigartige Stellung der Stimmbänder) ebenso individuell und einzigartig ist, wie unser Fingerabdruck.

Anhand des „Stimmfunktionskreises nach E.Haupt“ wurden zu Beginn die sechs Bereiche, die die Stimme beeinflussen gemeinsam erarbeitet.

Daraus folgten Überlegungen, was wir denn alles mit unserer Stimme machen können: Singen in unglaublich vielen Tönen und Gefühle ausdrücken. Klar, aber zugleich ist die Stimme „Ausdruck und Spiegelbild unserer Seele. Die Stimme ist kein Organ des Menschen, sie existiert nicht physisch. Erst wenn wir Töne erzeugen, erklingt sie.“ 

(https://www.planet-wissen.de/kultur/musik/singstimme/index.html)

 

Bild1 ETS   Bild2 ETS

 

In einem ersten Experiment - „Tube Phonation auf der Grundlage von LaxVox“ (nach M.Sihvo / Dr. I.Denizoglu) bekamen die Kinder nun die vom Stimmapparat erzeugten Schwingungen im wahrsten Sinne zu spüren – die Kinder waren erstaunt und beeindruckt.

Und wie funktioniert nun die Stimme, das Sprechen, das Singen, das Produzieren von Tönen usw.? All das erfuhren die Kinder in einem kurzen theoretischen und sehr spannenden Abriss der ‚Fachfrau für Stimme‘.

 

In der nächsten Runde wurde die Frage aufgeworfen, was die Füße mit der Stimme zu tun haben? Haben sie? Klar, werden die Schüler ab heute mit vollster Überzeugung sagen!

Also: Babys werden sehr selten heiser, obwohl sie teilweise sehr viel schreien. Die Kleinen benutzen einen Trick - der `genetisch´ veranlagt ist, nämlich den sogenannten `Streckreflex mit Aufrichte-Impuls`.

Die genaue Körperhaltung, der Babys beim Schreien wird erarbeitet und anschließend imitiert. Das verblüffende Ergebnis des Selbstversuches: es kommt durch die Spannung der Muskulatur in den Waden (durch den leichten Druck in den Fersen), zu einer

unterstützenden Spannung in den Oberschenkeln, im Gesäß und damit zu einer ‚Aufrichtung der Wirbelsäule`.

Wie `automatisch` ergibt sich dabei eine Aktivierung der Bauchmuskulatur, die die Ausatmung - und damit ebenfalls die Stimmaktivität positiv beeinflusst.

‚Jetzt kann ich viel besser atmen und sprechen‘, bemerken die Schüler*innen. Alle nicken ebenso erstaunt wie zustimmend.

Nach der wohlverdienten Mittagspause kommt der Praxisteil. Dazu ging es in die Turnhalle.

Zunächst lernen die Kinder die ‚Lebensschaukel‘ kennen, ein Element aus dem Qigong, die anschließend mit einem Sprechvers durchgeführt wird. Hier wird deutlich, dass das Einströmen der Luft wie von selbst in der „Vorwärts- Bewegung“ des Körpers geschieht. In der „Rückwärts - Bewegung“ des Körpers - wird wiederum wie im Sitzen der `Streckreflex` aktiviert - und die Stimme so - wie von selbst - unterstützt.

 

Bild3 ETS  Bild4 ETS

 

Im Anschluss daran wurde die Stimme wie bei den Profis aufgewärmt. Dass das notwendig ist und warum, wurde kurz erklärt. Wieder erstaunt waren die Schüler, als sie Wirkung der Aufwärmübungen an der eigenen Stimme spüren und hören konnten.

Es folgten diverse ‚Stimmexperimente‘, in der Gruppe, z.B. mit `Dem Brett` , mit Luftballons und mit `Eutoniehölzern`, bei denen abermals am eignen Leib festgestellt wurde, wie der Körper ( Haltung ), damit die Atmung mit dem Instrument `Stimme` ( Kehlkopf ) direkt zusammenhängt - eine Stimmkräftigung stattfindet - und wie gleichzeitig jeder seine Stimme pflegen und auch entlasten kann ohne, dass die Qualität leidet- im Gegenteil!

Und dann – es gab noch so viele Dinge, die wir hätten machen können – war die Zeit doch schon wieder rum.

In der Abschlussrunde gab es durchweg positive Rückmeldungen, sehr zur Freude der Organisatorinnen. Zudem gaben die Kinder ihre Begeisterung abermals zum Ausdruck und schlossen mit der Bitte, dass Frau Kopshoff doch unbedingt nochmal kommen möge.

 

Bild5 ETS  Bild6 ETS

 

Ein gelungener, erkenntnisreicher und doch anstrengender Projekttag, den die Kinder mit ‚voll cool‘ bewerteten geht zu Ende. Völlig geschafft, aber sehr zufrieden traten dann alle ihre Heimreise an.

Unter uns: Ich denke ein Wiedersehen lässt sich einrichten;-)

Bei Fragen dürft ihr euch gerne nochmal bei Frau Kopshoff melden:

STIMM:T Praxisgemeinschaft

Karola Kopshoff u. Sabine Quabeck     Grabenstr. 13,   53424 Remagen    Tel.: 02642 / 900 680

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